Rassestandard: Golden Retriever, FCI – Standard Nr. 111 G8/S1

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Golden Retriever, FCI – Standard Nr. 111/8.1 seit dem 29.01.1999 / Deutschland:

Der Ursprung des Golden Retriever liegt in Grossbritanien. Das erste mal wurde ein gültiger Original-Standard am 24.06.1987 veröffentlicht. Der Golden Retriever findet seine Verwendung als Apportierhund für die Flintenjagd und wird in die Gruppe 8 der Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde eingeordnet.

Der Golden Retriever wird gemäß der Nomenklatur der Hunderassen der Sektion 1Apportierhunde mit Arbeitsprüfung – zugeteilt. Das Allgemeine Erscheinungsbild ist Symmetrisch, harmonisch, lebhaft und kraftvoll bei einer ausgeglichenen Bewegung; kernig bei freundlichem Ausdruck. Der Wille zum Gehorsam und die Intelligenz mit natürlicher Veranlagung zur Arbeit lassen den Golden Retriever trotzdem freundlich, liebenswürdig und zutraulich auftreten.

Der Kopf des Golden Retrievers ist stets Proportioniert und wohlgeformt. Beim Oberkopf ist darauf zu achten das der Schädel mit einem ausgeprägtem Stop breit ist ohne grob zu sein und gut auf dem Hals sitzt. Beim Gesichtsschädel ist der Nasenschwamm vorzugsweise schwarz und der Fang Kräftig, breit, tief und von annähernd gleicher Länge wie der Schädel vom Stop zum Hinterhauptbein. Der Kiefer ist kräftig mit einem perfekten, regelmäßigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Kiefer stehen. Die Augen des Golden Retriever sind rassetypisch Dunkelbraun, weit voneinander angesetzt und umrandet von dunklen Lidrändern. Der Behang ist Mittelgross und auf ungefährer Höhe der Augen angesetzt.

Der Hals des Golden Retriever ist stets von guter Länge, trocken und muskulös.

Ein harmonischer Körper beim Golden Retriever zeigt sich durch einen Rücken mit gerader oberer Linie und kurzen kräftigen aber muskulösen Lenden. Die Vollendung kommt mit einer perfekt geformten Brust die sich durch einen tiefen Brustkorb, gehalten durch tief sitzende, gut gewölbten Rippen zeigt. Beendet wird diese Harmonie mit der Rute angesetzt in Höhe der Rückenlinie getragen wird und bis zu den Sprunggelenken reicht ohne sich am Rutenende zu verbiegen. Bei den Gliedmassen ist die Vorderhand mit geraden kräftigen Knochen für die Vorderhand ausgestattet. Die Schultern des Golden Retriever bestehen aus langen Schulterblättern die gut zurückliegen. Der Oberarm ist von gleicher Länge wie das Schulterblatt und stellt dadurch die Läufe gut unter den Rumpf mit gut anliegenden Ellenbogen. Die Hinterhand bei dieser Hunderasse besteht aus muskulösen kräftigen Läufen und gut gewinkelten Kniegelenken mit Unterschenkeln guter Länge. Ebenso gut gewinkelt aber tief angesetzt sind die Sprunggelenke die wenn man sie sich von hinten betrachtet nicht ein-oder ausgedreht sind, da die Kuhhessigkeit in höchstem Grade beim Rassenstandard unerwünscht ist.

Der Golden Retriever im Rassenstandard hat runde Pfoten (Katzenpfoten) mit denen er sein Gangwerk kraftvoll und mit gutem Schub in Bewegung setzt. Vorder- und Hinterhand laufen dabei mit einem Vortritt ausgreifend frei – gerade und parallel – ohne Anzeichen von Steppen (Hochheben der Vorderläufe) erkennen zu lassen. Das den Umständen entsprechend leicht zu pflegende Haarkleid besteht aus glattem oder welligem Haar mit einer guten Befederung an den Läufen und der Rute. Zum Schutz trägt der Golden Retriever zusätzlich eine dichte wasserabstoßende Unterwolle. Die Farbe des Haarkleides kann unterschiedlich sein. Jede Schattierung von gold oder cremefarben ist erlaubt wobei rot und Mahagoni unzulässig sind. Einige wenige weiße Haare, allerdings nur an der Brust dürfen schon mal auftauchen, gehören aber nicht zum Rassenstandard. Der Golden Retriever erreicht im Standard eine mittlere Größe. Dabei ist die Widerristhöhe beim Rüden maximal 56 – 61 cm und bei Hündinnen zwischen 51 und 56 cm.

Als Fehler im Rassenstandard bezeichnet man jede Abweichung von den vorgenannten Punkten. Diese Abweichungen müssen als Fehler angesehen werden mit einer Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen und dessen Einfluss hinsichtlich Gesundheit und Wohlbefinden des Hundes positiv beeinflussen. Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

Golden Retriever Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

Hinweis:
Textgrundlagen aus der Übersetzung von Uwe H.Fischer für die FCI – Fédération Cynologique Internationale. Vervielfältigung und Publikation auf und/oder in fremden Medien jeglicher Art ohne schriftlich niedergelegtes Einverständnis des Autors ist für kommerzielle Zwecke nicht statthaft. Davon ausgenommen ist die private Verwendung unter Verweis auf diese Quelle mittels Textlink und ohne jegliche Änderung am Inhalt. Dieser Beitrag wurde in gleicher und/oder ähnlicher Weise, hier in fortlaufende Textform umgearbeitet und optisch für Animalplace durch den Publisher angepasst um eine bessere Lesbarkeit zu ermöglichen.